OWSSochi 2014

Am 9.Februar trat ich voller Vorfreude die Anreise zu meinen ersten olympischen Winterspielen an. Die ersten Eindrücke waren überwältigend, unglaublich was dort in Russland auf die Beine gestellt wurde. Angekommen im Endurance Olympic Village, galt es sich sofortauf den ersten Wettkampf vorzubereiten.

Der Sprint

Auf der schwersten Sprintstrecke, die es derzeit im Langlaufzirkus gibt, ging der Sprint über die Bühne.Ich fühlte mich wirklich in sehr guter Verfassung, leider passierte mir in meinem jugendlichen Übermut ein Fehler. Ich unterschätzte die schwere Strecke. 300 Meter vor dem Ziel war ich nur 6sec hinter der Bestzeit was eine Top 30 Platzierung bedeutet hätte, doch auf den letzten 300 Metern konnte ich mich noch kaum auf den Skiern halten. Ich ging so ,,blau’’ wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich verlor über über 7sec und platzierte mich auf dem 46.Platz mit 13sec Rückstand. Im Nachhinein ist man immer klüger aber egal ich hab als junger Athlet nichts zu verlieren, schade ist nur dass ich wieder einmal nicht das Optimum herausholen konnte.

15km klassisch

Eingelebt im olympischen Dorf bereitete ich mich bei fast sommerlichen Bedingungen auf die 15km klassisch vor. Leider hab ich ein Problem mit warmen Temperaturen, schon am Weg zum Start fühlte ich mich ausgelaugt. Ich lief kurzärmelig, ohne Kopfbedeckung, doch es kam leider wie es kommen musste. Nach eigentlich gutem Beginn schleppte ich mich sprichwörtlich ins Ziel. Vom Gefühl her fühlte ich mich wie in der Sauna. Die Enttäuschung für mich war groß,an diesem Tag wollte ich meine Bestleistung abrufen und nicht mit Platz 57 sprichwörtlich baden gehen.

Aufgrund meiner desolaten Leistung über die 15km, wechselte ich vom Endurance Olympic Village nach Sochi ins Coastal Village. Der Hintergrund war der dass ich auf Meereshöhe einfach besser regenerieren konnte. Leider kämpfte ich auch mit einer leichten Erkältung, doch die Entscheidung auf Meereshöhe zu regenerieren zeigte sofort Wirkung. Ich erholte mich von Müdigkeit und Erkältung rasch und konnte mich zusammen mit meinem Teamsprintpartner Harald Wurm optimal auf den Teamsprint vorbereiten.

Der Teamsprint

Am Tag vor dem Wettkampf zog ich wieder hinauf ins Langlauf/Biathon Dorf. Die Vorfreude auf den Teamsprint war riesig. Mit perfektem Material unter den Füßen lief ich ein perfektes Rennen, in meinem zweiten Umlauf konnte ich mit 4sec Vorsprung die Bestzeit markieren. Mit Platz 8 im Semifinale verpassten wir zwar die Quali fürs Finale, insgesamt belegten wir Platz 16.

Mit vielen Eindrücken trat ich am nächsten Tag die Heimreise an.Diese 10 Tage in Russland werde ich mit Sicherheit nie vergessen.

Euer Max

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